Kapitel 3: Mars und Venus

...oder war die Schöpfung im #prankmode?

Männer sind anders, Frauen auch! Ein Bestseller. Ich möchte hier gar nicht groß auf die vielfältige und absolut alleinstehende,  großartige Literatur eingehen, die trefflich die Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein beschreibt.
Ich will es in einfachen Bildern erklären.

Bitte alles, was nun kommt, (also, alles was mit irgendwelchen Einstufungen, Pauschalisieren zu tun hat), NICHT als allgemein gültig nehmen.

Das Ganze hier ist überspitzt, beispielhaft dargestellt, um die Vorstellungskraft in Bahnen zu lenken.
Und die Stereotype Mann / Frau dienen nur der Veranschaulichung. Für alle Misch-Typen, die sowohl den einen als den anderen Verhaltenskodex oder Muster bei sich entdecken – auch das hat einen Grund. Den erkläre ich den besonders neugierigen Genetiker im Kapitel „Ist DNA schon auf der Gästeliste?“ (Noch im Aufbau)

mensbrain_womansbrain
der feine Unterschied in Denken, Handeln , Fühlen

Ihr kennt das Butter Experiment, liebe Frauen? Füllt den Kühlschrank nach dem Einkaufen, legt die Butter mal ein bis zwei Fächer tiefer, schickt euren Liebsten zum Abendbrot mal eben an den selbigen, um jene gekaufte Butter zu holen. Dann lehnt euch zurück und wartet ab.
Je nachdem, welche Spezies ihr nun im Heim habt, gestaltet sich die Szene wie folgt:
a) Er schreit nach 2 Sekunden lauthals :“ Ich find die nicht!“ (Prima, er ist ehrlich!)
b) Geräuschvolles Wühlen, Klirren und Fluchen, bis er nach gefühlten 30 Minuten wiederkommt. Ohne Butter, dafür stocksauer. (eher der Nicht-Stadtplan-Leser und der Nicht -nach-dem-Weg-Frager)
c) Minutenlange Stille, dann ein gutturaler Laut der Freude, er kommt MIT Butter wieder. (Eher selten, aber denkbar)
In allen drei Optionen wird er sich immer mit demselben Fazit , nur verbal etwas unterschiedlich coloriert, wieder an den gemeinsamen Tisch begeben: „Sag` mal, warum können die Klamotten nicht einfach da hinkommen, wo sie hingehören!“

Was hat das nun mit der Zeichnung zu tun? Moment, erst müssen wir den Spieß wenden:
Ihr lieben Männer – ein kleines Experiment:
Stellt euch vor, ihr hockt an eurem Lieblings-Angelteich – wunderbare Ruhe und just spült eine Flasche an Land. Ihr hebt sie raus, öffnet sie und heraus kommt ein Flaschengeist. Typisch mit Turban und leicht abgenervt:

„Himmel , Arsch und Wolkenbruch, schon wieder hat mich so ein Depp aus der Flasche geholt. Na sag schon – einen Wunsch gewähr ich dir , dann will ich wieder zurück!“

Du überlegst und sagst:
Mhhhhhh, ich wollte eigentlich schon immer mal nach Brasilien und die Fußball Mannschaft live treffen – aber ich hab` Schiss vorm Fliegen!“

Der Dschinn wird noch saurer: „ Ja, was – wenn ich dir die hierher hole sind das, Moment… mindestens 11 Wünsche, oder? Ohne Trainer! Los, was anderes! Und mach hinne – sonst mault meine Frau!“

Du überlegst: „ Na, ich dachte da so an eine Brücke, die du mir bauen kannst, dann kann ich da immer selber hinfahren und noch ein paar Kumpels mitnehmen!“

Der Dschinn guckt jetzt völlig entgeistert: „ Sag mal, sitzt dir die Perücke schief?
Weißt du, wie lang so eine Brücke ist? Und wie viele Betonpfeiler ich dafür brauche? Und wie hoch diese Pfeiler sein müssen?
Der Ozean ist bis zu 4000 m tief. Wir müssten außerdem alle 7-800 Kilometer eine Tankstelle errichten, weil kein Auto eine solche Strecke non stop zurücklegen kann. Außerdem gibt es Ärger mit den Behörden und Greenpeace- ganz zu schweigen von VW, Porsche und Skoda Dieselaffäre – und Benzintankstellen brauche ich dann noch mehr! Die Zeiten, als man als Geist noch jeden Scheiß machen konnte, sind vorbei. Los, wünsch dir was anderes! Aber denk gut nach, ist hier gleich Zapfenstreich!“

Und dann fällt es dir ein – was du schon immer wolltest: „ Gut, ich weiß was: Ich will endlich die Frauen verstehen können!“
Der Geist: „Öhm, also wie hättest du deine Brücke gerne – zwei oder vierspurig?“

Was sagt uns das? Klar: Eine Frau hätte schon bei der Eröffnung des Dschinns leicht distinguiert angemerkt, dass ihr der Ton nicht gefällt.

Aber zurück zum Thema:

mensbrain_womansbrain
der feine Unterschied in Denken, Handeln , Fühlen. Männer sind anders.

Männerhirne sind aus Kisten gemacht. Große Kisten – kleine Boxen, Böxchen.

Alles, was sie tun, denken und kommunizieren, ist säuberlich in einer Box abgelegt. Es gibt eine Kiste für das Auto, eine Kiste für die Arbeit, eine für die Kinder, eine für die Frau, eine für die Eltern, eine für die Schwiegermutter, ganz unten im Keller…

Wenn ein Mann ein Thema besprechen möchte, dann geht er zu der dementsprechenden Kiste, zieht sie heraus, öffnet sie , bespricht das Thema kurz und knapp, denn so viel passen in die blöden Baumarktkisten ja nicht, und dann stellt er sie gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz vorsichtig wieder an ihren ALTEN ( ja ganz wichtig!!) ALTEN Platz zurück.
Damit er sie wiederfindet, beim nächsten Mal. Sollte jemand das Thema wieder aufgreifen wollen.

Außerdem achtet er absolut akribisch darauf, keine der anderen Boxen zu berühren.

Deswegen kann man bei manchen Männern einen etwas spärlich möblierten Gesichtsausdruck bemerken, wenn FRAU zu ihm sagt: „Das haben wir doch letzte Woche besprochen, das gibt’s doch nicht, dass du das schon wieder vergessen hast!“
Denn er MUSS erstmal in seiner Liste gucken, wo ist die Box, muss hingehen und diese herausziehen, aufmachen und reingucken.

Das dauert ein wenig!

Frauenhirne:

(kleine, dramatische Pause…)

womans_brain
der feine Unterschied in Denken, Handeln , Fühlen

Das Gehirn einer Frau besteht aus einem wirren Geflecht von Verbindungen. Es ist wie ein riesiger, verfilzter Stacheldrahtball.

Das Auto ist verbunden mit der Schwiegermutter, die wieder mit den Kindern und dem Nachbarn, die Schule ist verbunden mit dem Metzger, mit der EU und dem Schulbazar. Der Tisch ist verbunden mit den Socken und dem Toilettendeckel, kurz: Alles ist mit ALLEM verbunden.

Wenn Frauen ein Thema bearbeiten, dann verbinden sie alles mit jedem und das faszinierende für jeden Mathematiker: Es ist logisch.

Für die Frau.

Ansich.

Wenn wir uns den Denk und Planungsprozess einer Frau vorstellen, können wir die Augen schließen und uns entweder München, New York, oder Shanghai zur Rush Hour tonal ins Gedächtnis holen: Laut, verwirrend, ungeordnet, chaotisch.

Beim Mann hören wir als akustisches „Denk-Signal“ das leise Schleifen der Kiste über Holzboden.

Deswegen schalten Männer bei Gesprächen und / oder verbalen Auseinandersetzungen mit Frauen auch spätestens nach der zweiten Argumentation auch Durchzug, da sie die Box nicht finden. Nicht so schnell jedenfalls. Denn dummerweise steht die, genau die Kiste im Keller.
Außerdem ist es auch aktuell NICHT nachvollziehbar, warum das späte Abendbrot mit Schwesters` angekündigtem Besuch zum Wochenende und der alten Angelkiste im Schuppen zusammenhängt.

Irgendwie könnte man vermuten, dass das Internet und seine Datenautobahnen mitsamt der möglichen Verbindungen von Frauen erfunden wurden – weil alles mit allem verbunden ist.
Sämtliche Verbindungen werden von einer Energie gesteuert. Und diese Energie ist „EMOTION“. Das ist einer der Gründe, warum Frauen sich anscheinend an ALLES erinnern können, was ER schon längst vergessen hat: vorzugsweise seine eigenen Ausrutscher.
Der Vorgang ist einfach: Wenn man ein Geschehnis mit einem Gefühl verbinden kann, brennt es sich für immer in dein Gehirn.

Wer erinnert sich nicht mit Schaudern und Ekel an Omas nass gesabbertes Taschentuch, um mal eben die Mundwinkel mit einem: „Komm mal her, mien Deern, du hast da was“, abgewischt zu bekommen.

Männer dagegen haben in diesen Boxen keinen Platz für die dazugehörigen Gefühle. Sie erinnern sich an die Tatsachen- denn die sind wichtig, und vergessen die auch gerne wieder. Klar, der "emotionale" Brennstoff fehlt.

UND DAS IST GUT SO!

Kleiner Ausflug in die Evolution:
Stellt euch mal vor, ihr wärt Höhlenmenschen. Ihr wärt obendrein noch ein Mann. Ihr habt euch mit euren Jungs verabredet, das Essen für die nächsten 4 Wochen zu jagen. Schließlich quakt die Familie.
Du bist also unterwegs und ihr bespäht die Beute: Eine Horde Mammuts, feinstes Fleisch für die Monate - Fell für Klamotten, Knochen für Speere. All das habt ihr schon vorher im Blick.

Ihr hockt also auf der Anhöhe und besprecht knapp, wie ihr euch ein Tier selektiert und danach tötet.

Jetzt ist da mittendrin der Urs, der ein wenig weiblich Züge hat, und fängt an zu diskutieren:

„Wir sollten aber auf alle Fälle drauf achten, dass das Tier nicht zu jung ist, weil zu jung von der Mutter weg geht nicht. Und alt sollte es auch nicht sein, das könnte ja der Anführer der Herde sein, und wenn die plötzlich ohne Anführer sind, dann überleben die den Winter nicht. Auch die Qualität vom Fleisch ist dann nicht mehr so gegeben. Klar, wir hätten es dann leichter mit dem Trocknen, denn da ist ja schon alles etwas trockener. Und das Fell ist dann auch nicht mehr so schön – ach übrigens… habt ihr schon meine neuen Fellschläppchen gesehen? Die hat mir die Rita gemacht. Toll oder? Auch zu groß darf´s nicht sein, wie bekommen wir das denn sonst auf die Ast-Tragen. Ach, übrigens, mit den Ast-Tragen, da hab ich mir was überlegt. Wir müssen unbedingt drauf achten, bei den Bäumen zu gucken, wie die Beschnitt-Triebe werden – wegen der Nachhaltigkeit…..“

… Ich stelle mir gerade den Blick der anderen Kollegen vor…

Ute Bescht Cavemen (c) 2017
Höhlenmenschen, wundern über Urs und seine Fellschläppchen....

Selbstverständlich war Kommunikation sehr eingeschränkt – schließlich musste man sich mit wenig Wort verstehen.
Das erklärt auch die Wortkargikeit des Mannes an sich. Also: liebe Frauen – wenn ihr euch mal wieder darüber beklagen wollt, vorzugsweise beim Gossip mit der Freundin, macht euch eines klar: Männer sind anders gestrickt – aktuell auch in der Hirnstruktur, dem Sehen, dem Hören und noch vielem mehr.
Und… ganz wichtig für die Damen: Männer haben eine ganz besondere Box, über die wir noch kurz reden müssen.

Die NICHTS BOX

nothing_box_of_men
nichts drin - und das ist gut so

Männer gehen so oft wie nur möglich in diese Box. Deswegen hocken Männer und zappen, oder blättern in der Zeitung, oder schrauben stundenlang an ein und demselben Gerät herum. Deswegen gibt es Vorzugshobbies, die man nur halb gehirntot als solche wahrnehmen kann. Zum Beispiel: Angeln.

Frauen erkennen Männer die in der „Nichts Box“ sind, relativ einfach: Halb geöffneter Mund, Lider leicht geschlossen, aber immer noch atmend.

Typische Reaktion auf die Frage der Frau: „Woran denkst du?“ folgt nach einem guten Zeitraum ein schlichtes:

“ an nichts.“

Und sie haben nicht gelogen. Denn diese Box, in der sie gerade sind,  enthält aktuell ... nichts!

Ich kann mir gerade die leuchtenden Augen einiger weiblicher Leser vorstellen, als hätten sie vom Baum der Erkenntnis gegessen.

Ja, Ladies – die Wahrheit.

Aber bitte kommt jetzt nicht auf die Idee ihm in diese Box folgen zu wollen! Lasst ihm sein letztes Refugium. Wer sich in die Nichts-Box seines Mannes drängt, wird schonungslos geschächtet!

Denn wenn ihr drin seid, ist sie nicht mehr leer!

Außerdem gibt es sicher einige Frauen die dann mit in die Hüfte gestemmten Händen behaupten, dass dieser leere Raum durchaus etwas Farbe, ein paar Blümchen und eine Sitzgruppe vertragen könnte.

NEIN. Lasst das!

Lasst euren Jungen da drin alleine. Wenn euch etwas an ihm liegt.

Diese Nichts-Box tarnt sich unter anderem auch gerne als Fußball- oder Kartenspiel. Jungs dürfen dann gemeinsam in die Box des anderen. Aber eben nur Jungs!

Sehen wir uns doch mal an, wie Frauen und Männer gucken. Ja, richtig- auch hier gibt es mehr Unterschiede, als man glaubt!

<< Leseanleitung Neurotransmitter

Haie auf Bulldozern: Kapitelauswahl
>>Wie der eine guckt...

Lass den Hai ins Meer