Kapitel 1: Ihr, Sie, Birkenbihl

Kapitel 1: Ihr, Sie, Birkenbihl, Du, mein Wissen und Ende!

Vera Birkenbihl – die erste Motivationstrainerin (1948 – 2011) UND der weibliche Don Quijote der Bildungspolitik/ Schulsysteme mit ihrem Sancho Panza als gehirnkonformes Lernen war nicht nur ihrer Zeit weit voraus, sondern obendrein auch noch unbeugsam. Und das ist gut in einer Welt voller Zwänge-  allerdings mittlerweile ohne Strukturen und eher verwässerter Normen.

Wir werden noch darauf kommen, dass die Wurzel allen Übels die Genetik ist, aber dazu müssen wir uns vom Groben ins Feine arbeiten.

Daher teile ich in zwei Bereiche:

  1. Ursache - oder "Meine Genetik gab`s nicht im Schlussverkauf!"
  2. Wirkung - oder :"Wie halte ich mein Gehirn schadstoffarm..."

Also - legen wir mit der Ursache los. Zuerst müssen wir uns verstehen, damit wir die Welt (und andere) verstehen.

Wozu muss ich bitte andere Menschen verstehen?

Um weniger Ärger, Schmerzen, schlaflose Nächte, Neurosen, Krankheiten, Beruhigungspillen oder Alkohol, Schokolade ,  anästhesierende Meinungstöter als Fernsehunterhaltung, Energievampire und Stimmungstsunamis zu haben.

Jedes Kind lernt (und versteht) doch erst was wehtut, wenn es sich die Finger geklemmt hat. Und das ist des Pudels Kern: Wir lernen nicht durch die logische Theorie, die sich uns hübsch niedergeschrieben präsentiert, sondern durch die Erfahrung.

Ich glaube es war Xaviar Naidoo, der mal neudeutsch intonierte: Der Mensch lernt nur wenn er Scheiße frisst. Hässliche Vorstellung – aber wahr!

Wenn wir uns verstehen, können wir uns erst akzeptieren. Erst wenn wir das tun, sind wir auch bereit, andere zu akzeptieren. Und erst andere zu akzeptieren bedeutet Erfolg – in vielerlei Hinsicht. Alles andere ist Herumdoktern im Blinddarm, obwohl der Kopf weh tut. Solche Dinge enden oft in selbstzerstörerischen Aktionen, weil man sich selbst nicht mag ( siehe Ursachen für u.a.: Drogenkonsum, Bulimie / Magersucht/ Autoaggression…)[1]

So – Grundvoraussetzung geklärt? Wo wollen wir hin? Zu unserem eigenen Verständnis- zur „Selbstverständlichkeit“.

Ich nehme einfach mal völlig entgegen des üblichen Vorgehens das ENDE dieses Buches (?) vorweg: Was wirst du davon haben, wenn du es zu Ende liest?

(Ich duze dich, bemerkt? Falls es dir sauer aufstößt, bist du entweder:

  • a) ein typisch traditioneller Deutscher, oder
  • b) ein anderer Landesmensch (wie die Chinesen sagen, die Deutschen kennen das Wort noch nicht) – also ein Mensch, den es aufgrund seiner Kultur nicht stört, vertraut angeredet zu werden, weil er Respekt völlig anders und nicht über Standesdünkel definiert, oder
  • c) du bist doch Deutsch, aber schon so Meetingsavy, dass du es wohlwollend überliest.)

Warum duze ich dich? Schwadroniert könnte ich sagen,  ich baue eine Vertrauensebene auf, damit du mich eben nicht als einen elitären Autor, sondern als Freund akzeptierst – und dem glaubt man ja bekanntlich mehr.

Völliger Käse – wie sollte ich mit dir Freund werden – wir werden uns wohl im Leben nie begegnen und ich glaube, dass du so ein säuselndes Lügengebilde nicht brauchst. Ich tue es der Einfachheit halber. Punkt.

Kehren wir zurück: Was hast du davon, dieses Buch zu (Ende zu) lesen? Du wirst wissen,

  • Warum deine Tochter ein Tagebuch braucht, in das du bitte NIEMALS hineinsiehst
  • Warum dein Sohn beim Rasenmähen über Probleme sprechen möchte, aber am Tisch auf Mutters penetranter Nachfrage die Klappe verschweißt
  • Warum dein Boss als Lieblingsfahrzeug eher den Bulldozer statt der Gondel wählt
  • Warum die Industrialisierung für dich und deinen Nachwuchs verheerend ist
  • Warum dein Mann eine blaue, leere Box im Kopf hat und du sie als Frau bitte NICHT füllen darfst
  • Warum deine Frau keine Lösung ihrer Probleme VON DIR als Partner haben will
  • WIE Lernen wirklich funktioniert.
  • Was ein wahrer Psychopath ist
  • warum man sich besser eine SHITLIST, statt eine "Bucket List"[2] erstellt,
  • … [noch mehr]…

Und wenn du sagst, dass weiß ich doch schon alles, sage ich dir: Ja, du weißt, dass es existiert, aber du weißt nicht WARUM – ergo – du hast nicht verstanden – du kannst es daher nicht anwenden.

Denn wenn du es könntest, hättest du DAS hier nicht in der Hand zum Lesen, sondern würdest dich mir großzügig als Berater und Mentor anbieten.

Eventuell fängst du als eremitisch veranlagter Bürger auch an, die Menschen noch weniger zu mögen als vorher.

Ich lasse es drauf ankommen  und du dich hoffentlich drauf ein.

Kurz zu meiner Person:

Ich koche gerne Kaffee von Hand mit Porzellan Filter. Das reicht fürs Erste.

[1] Hier geht es um Neurowissenschaft: Verhalten im Sinne der Selbstzerstörung hat oft Ursachen in Hormon-Anomalitäten, neuronalen Fehlfunktionen, gestörten Neurotransmittern, biochemischen Ungleichgewichten. Auch das wird hier noch eingehend erläutert.

[2] Bucket List = Eine Liste mit all den Dingen, die man in seinem Leben noch meistern, erreichen und durchführen möchte.

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